Eiszeit

July 19th, 2010 von Armin S.

Werte Ficker,

Seit nunmehr 2 Wochen versuche ich in Spontaneinkäufen in der Ulmer Region zerkrümeltes Wassereis zum verfeinern von kohlensäurehaltigen Alkoholmischgetränken mit mindestens einer Zuckerart zu erstehen. Doch alles was sich mir immer wieder bietet ist der Anblick gähnend leerer tiefgefrierende Verkaufsbehältnisse, die unter hohem Energieaufwand nichts als Luft auf erfrischenden Temperaturen halten. Auf Nachfragen ob des gewünschten Produktes meinerseits, gibt man sich ratlos und vertröstet mich auf die nächste Woche. Sicherlich, die nun mehr seit Wochen anhaltende Hitzewelle kam und hält sich wirklich sehr überraschend. Daher rechne ich auch noch in Kürze mit einer Knappheit bei den Brauereiprodukten (welche ja schon durch die völlig überraschend eintretende Fußballweltmeisterschaft knapp vor dem Ausverkauf standen).
Ich selbst, da ich mich im Gegensatz zu Herrn Dover in der glücklichen Lage befinde einen Tiefkühlschrank mein eigen zu nennen, habe nun auf Selbstversorgung umgestellt und produziere die von mir benötigten Eiswürfel nun selbst. Sicher, dieses vorgehen zerstört Arbeitsplätze, aber an der richtigen Stelle!

Herzlichst, Ihr

Armin S.

Randnotiz: Vielleicht handelt es sich aber hier auch bereits um Hamsterkäufe aufgrund der baldig anstehenden Umstellung auf die DM 2.0. Auch die chaotische Lagerhaltung der Supermärkte ist ein klares Indiz hierfür, da zuerst einmal Kassensysteme umgestellt und heimliche Geldlieferungen in getarnten Geldkasetten über die Bühne gebracht werden müssen. Wichtige auf solche Themen spezialisierte Internetportale werden sicher auch weiterhin eine gewaltigen täglichen Schwall an gequirlter Scheisse hierzu verfassen und über die Menscheit ergiessen. Dem möchte ich Schritt halten.

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Pimmel Pimmel Pimmel

July 2nd, 2010 von Rudolph Möshammer

Das Tor der Welt ist nun eröffnet
Man weiß auch nicht woher man’s weiß
Man sieht den Rauch an brennend Hängen
Und hängend Männer versperren die Sicht
Man weiß nicht warum man sich ändern muss
Aber ändern muss man sich

Angespült an Strand und Straße
Abgebrüht und liederlich
Kann man nur noch Brücken sehen
Wo doch vorher Menschen standen
Lebensraum ist postmodern
Durchgestylt und abmontiert
Will man hier etwas erreichen
Muss man sich halt verlustieren

Brückengänger sind gefangen
Wissen nicht wohin, woher
Können nur noch Witze fressen
Werden heimlich still zersetzt
Von
Rabiaten Polizisten
geisteskranken Naturellen
Plastikfarben
Neonbäumen
“Sind wir immer noch Per-Sie?”
Lächerlich und fein pikiert
Auf kleiner Flamme vorgekocht
Mit vorgestanzten Einstiegslöchern
Hosenkrämpfe
Bis zum Ende
Hohlkreuztango aufs Schafott

Doch

Im Bauch des Wales ist man sicher!
Man wird verdaut, doch ist gesund
Man muss nur lernen auszuruhen
Und vorsichtig
Die Schritte tun
Und irgendwann kann man dann laufen
Auf der Würstchenbrötchenwelt
Das Leben ist ein langes Tölpeln:
Doch ganz schön, halt abbestellt

Ich sage mir
Und wohl auch Ihnen
Das Leiden ist
Hauptsächlich
Training

Autor: Unbekannt, in Augsburg an einer Straßenbahnhaltestelle angeklebt gefunden

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Die Steak-Frage

June 28th, 2010 von Rudolph Möshammer

Eigentlich sollte es sich schon herumgesprochen haben, aber jetzt steht es definitv fest: Beim Kauf von Grill-Steaks sollte man fertig marinierte Steaks meiden. Dazu rät Ralf Zacherl in der aktuellen Juni-Ausgabe von “Man ist was man isst”. Das Problem fertig marinierter Steaks ist, dass man die Fleischqualität beim Kauf nur ungenügend beurteilen kann.

Ausserdem schadet ein zu langes Einlegen in der Marinade dem ungetrübten Genuss, weil der Eigengeschmack des Fleisches überschrieben wird. Der Grillprofi mariniert ein Steak schnell selbst z. B. in einer Mischung aus 5 EL Öl, 1 Frühlingszwiebel, 3 Knoblauchzehen, ungespritzter, biologischer Zitrone sowie Gewürzen (Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian ).

Man sollte die Steaks nicht zu lange einlegen, so dass sie ihren Eigengschmack behalten, man will wohl kaum den guten Geschmack hochwertiger, vom Fleischer-Fachgeschäft bezogener Steaks, übertünchen.

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Das Aus für den Lukullus!

May 9th, 2010 von Rudolph Möshammer

Ich musste enttäuscht feststellen, dass in der letzten Ausgabe der Fleischerei-Zeitschrift “Lukullus” vier(!!!) Seiten Brokkoli-Rezepte zu finden sind, und kaum ein Bericht über Fleisch oder Wurst. Das geht selbst mir zu weit! Zum Glück stellte ich fest, dass fast zeitgleich ein neues regionales Kundenmagazin namens “Mir schmeckt’s” erschienen ist, welches sich ausschließlich Fleischprodukten widmet. Ich kann der Leserschaft nur empfehlen, geschlossen vom Lukullus zu “Mir schmeckt’s” abzuwandern.448471_1_mir_schmeckts_gesamt_screen

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Alkoholwerbekampagne / Nacktsurfen

May 6th, 2010 von Rudolph Möshammer

In mehreren Städten im Süden Bayerns wird im Moment wohl eine Anti-Alkohol-Kampagne durchgeführt. Ich kann das jedoch eher in die Kathegorie “Werbung für Alkoholkonsum” einordnen. Sehe der geneigte Leser selbst:
Alkoholwerbeplakat
Ich zitiere hier, falls man das im Bild nicht eindeutig ercennen cann:
“Sie lässt heute noch alle Hemmungen fallen…”
“… er stellt sie später nackt ins Netz”
“Er feiert bis der Arzt kommt und landet später auf der Intensivstation

Werte Damen und Herren, das hört sich doch nach einem Spitzen-Abend an, über den alle Beteiligten noch lange reden werden! Außerdem outet sich der Herr in der Mitte augenscheinlich als Nackt-Surfer, oder warum sonst sollte er die freizügigen Bilder der Dame links nackt ins Netz stellen? Jedenfalls hat der Herr rechts auch noch was vom Abend, wenn er sich ihn nach der Intensivstation mittels des Blogs, auf dem die Bilder veröffentlicht werden, Revue passieren lassen kann.

Außerdem sei der interessierte Leser aufgefordert, hier den Test Kennst du dein Limit durchzuführen.

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Schuhsituation

April 21st, 2010 von Ikkuke Muschisan

Werte Herren,

heute fryh begab es sich, dass ich mich nicht einhundertprozentig erinnern konnte welches der schoen aufgereihten Schuhpaare ich gestern verwendete. Da meine Schuhordnung und Tragereihenfolge einem strikten Schema folgt musste ich nun erstmal verharren und mich mehrere Minuten besinnen und die Wand anstarren um zu yberlegen, wie ich nun fortfahren soll. Schliessendlich waehlte ich die Variante, den Schuhwechselalgorithmus an dem Punkt wiederaufzunehmen der mir die hoechste Korrektheitswahrscheinlichkeit besitzt, ausgehend vom WAGGS (wahrscheinlichst anzunehmend gestern getragene Schuhe).

Dennoch fyhle ich mich obschon der unvermeidlichen Restunsicherheit in der getroffenen Wahl den ganzen Tag ein wenig unwohl. Ist das bei Ihnen auch so?

Unkomodst,
I.M.

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Bratwurstjournalismus

March 31st, 2010 von Rudolph Möshammer

Heute habe ich einen klaren Fall von Bratwurstjournalismus in den Nachrichten im Radio festgestellt. Es wurde behauptet, dass im LHC im Cern, der 30 Kilometer langen Bahn mitten in den Bergen, Atome aufeinanderprallen würden.

Nicht wundern würde mich eine Meldung wie:


 

“Die Bratwürste und Pommes-Frites, die das CERN servierte, waren lecker, die Atome prallen aufeinander, der Urknall kann erforscht werden.”


 

Sie können ja nur erahnen, wie angewidert ich ob einer solchen Neuigkeiten-Meldung im Radio war, und für solche eine geziehlte Desinformation solle man nun wirklich Gebühren bezahlen? Um ein Haar platzt mir da die Hutschnur!

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Spiel gut

March 28th, 2010 von Armin S.

Werte Mitspieler,

konfrontiert durch einen Minimalkompromiß aus Statik, Geradlinigkeit und Ästhetik, der mir durch die Bauanleitung eines namhaften Spielzeugherstellers aufoktroyiert wurde, fühle ich mich seit heute morgen schwer in meinem autistischen Pedantismus bedrängt. Wie in Abbildung 1 dargestellt, wird die Konstruktion durch den Hersteller empfohlen.

Abb. 1: Minimalkompromiß Bauanleitung

Abb. 1: Minimalkompromiß Bauanleitung


Wie sie sehen, überzeugt der Aufbau zwar einigermaßen in seiner Statik und Haptik (Personen können den Bahnsteig über die Treppe erreichen) jedoch besteht unten durch das obere Element mit halber Bauhöhe ein unschöner Überstand. Für mich also nicht tragbar!

Der selbstentworfene Optimalvorschlag, der meinem Pedantismus Rechnung tragen würde, sähe wie nachfolgend aus (Jedoch wäre hier nur noch Güter- und kein Personenverkehr mehr möglich).

Abb. 2: Klare Linienführung

Abb. 2: Klare Linienführung


Anschliessend noch eine weitere Möglichkeit für Pedanten, die aber statisch nicht unbedingt überzeugt. Jedoch kann hier der Personendurchsatz durch die breitere Treppenkonstruktion optimiert werden. Aus ökonomischer Sicht vielleicht durchaus anzustreben?

Abb. 3: Optimierte Linienführung

Abb. 3: Optimierte Linienführung


Weiteren Vorschlägen gegenüber, die alle geforderten Eigenschaften in sich vereinen, wäre ich offen gegenüber. Solange werde ich nach Fertigstellung dieses Beitrages die Wand anstarren und über weitere Lösungswege sinnieren.

Ratlos, Ihr

Armin S.

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Frühling

March 19th, 2010 von Rudolph Möshammer

Frühling wirds an allen Orten,
man riechts an den Aborten.

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Luftsprudler

March 14th, 2010 von Armin S.

Werte Besucher meines Eigenheimes,

hiermit möchte ich mit großer Freude berichten, dass ich durch das langzeitige Applizieren von Essigsäure auf den demontierten Perlator meines WC-Wasserhahnes die Kohlensäure aus ihrer hartnäckigen Verbindung mit Kalziumionen subsitituieren und somit in ein leicht wasserlösliches Salz überführen konnte. Somit ist es nunmehr ausgeschlossen, dass der auf das Porzellan auftreffende Wassertrahl “soviel Druck hat, daß er über den Rand sprudelt” ™ und den Gast beim Benutzen des Lavatoriums in unangenehmer Weise im Bereich des Hosenstalls benässt und somit wiederum einen missglückten Versuch der Erleichterung suggeriert. Einige der Mitautoren befanden sich bereits bei einem Hausbesuch in solch einer prekären Situation. Ihnen kann ich nun versichern, das ein zukünftiger Besuch meiner Sanitärlounge gefahrlos verlaufen wird.

Herzlichst, Ihr

Armin S.

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