Hinweis aus aktuellem Anlass

Von Rudolph Möshammer

Ich weise Euch, aus aktuellem Anlass, auf eine typische, in der Umgangssprache scheinbar häufig verwendete Falschaussage und deren korrekten Sachverhalt hin.

So haben sich doch drei Arbeitskollegen heute morgen erdreistet, zu behaupten, gestern am Fernsehgerät die Olympiade verfolgt zu haben. Das, meine Herren, ist natürlich völlig falsch, denn die Olympiade ist gerade zu Ende. Vielmehr meinten sie die Olympischen Winterspiele, welche zur Zeit in Turin stattfinden. Der Begriff Olympiade hingegen bezeichnet die vierjährige Zeitspanne, die am Ende der Olympischen Spiele beginnt und zu Beginn der nächsten Olympischen Spiele endet.

Der Leser kann diesen Sachverhalt durch Nachschlagen in einer namhaften, auf Mediawiki basierenden Online-Enzyklopädie nochmals überprüfen. Ich denke jedoch, daß keinem der hier tätigen Autoren je dieser Fauxpas unterlaufen wäre. Dennoch halte ich es für richtig und unumgänglich, Menschen im unmittelbaren sozialen Umfeld auf diesen Sachverhalt hinzuweisen, sollte jenen im Eifer einer Diskussion der falsche Begriff entfleuchen.

Autismuspunkte:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading ... Loading ...

20 gehaltvolle Beiträge zu “Hinweis aus aktuellem Anlass”

  1. Dick R. Suck sabbelt:

    Herr Möshammer,
    ich danke Ihnen für die Richtigstellung dieses weitverbreiteten Irrglaubens.
    Jedoch möchte ich von Ihnen gerne wissen, wie Sie dazu kommen, die Kollegen hier mit “euch” anzusprechen!
    Bitte wahren Sie in Zukunft die Etikette, ich cann mich nicht erinnern, daß wir uns bereits verbrüdert hätten.

  2. Mr Gaylord sabbelt:

    Ich kann Herrn Suck nur zustimmen! Keiner möchte hier intim mit dem anderen sein. Trotzdem erhabensten Dank für die Aufklärung.

  3. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Meine Herren Suck und Gaylord, ich muß euch rügen. Euch ist eine durchaus höfliche Anrede, die sogar für Könige verwendet werden cann. Ich habe sie lediglich kleingeschrieben, und folge damit der neuen deutschen Rechtschreibung. Es steht zwar zur Zeit wieder zur Diskussion, Anreden wieder GROSS zu schreiben, in dem Fall also “Euch”, bis es soweit ist, bleibe ich bei euch. Von daher erwarte ich eure Sühne für diese völlig frei erfundene Anschuldigung.

  4. Dick R. Suck sabbelt:

    Nun, das ist so nicht ganz korrekt.
    “Euch” im Sinne des Pluralis Majestatis ist natürlich eine gehobene Form der Anrede. Hierbei ist aber immer nur eine Einzelperson adressiert. In Ihrem Artikel, Herr Möshammer, hatte ich aber den Eindruck, daß Sie die gesamte Gemeinde der Leser- und Autorenschaft ansprechen möchten. In diesem Falle ziemt sich die Verwendung des Pluralis Majestatis nicht, es kommt beinahe einer Lästerung gleich.
    Die Großschreibung der Anrede wird übrigens meines Wissens nur bei direkter Ansprache des Adressaten verwendet, z.B. im Falle von “Euch” in einer elektronischen Briefsendung an mehrere Empfänger, nicht aber in einer öffentlichen Publikation, da hier kein festgelegter Personenkreis angesprochen wird.
    Die Kleinschreibung war also durchaus korrekt, dennoch möchte ich mich noch einmal klar von dieser sehr persönlichen, kumpelhaft anmutenden Anrede distanzieren.

  5. Dick R. Suck sabbelt:

    Ich connte bei einer Verifikation meiner Behauptung auch einen interessanten Eintrag in einem weiteren Internet-Tagebuch ausfindig machen, den ich Ihnen, werte Leser (und selbstredend auch Autoren), nicht vorenthalten möchte:
    You can say »you« to me …

  6. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Herr Suck, sie cönnen sich meinetwegen den lieben langen Tag distanzieren, von was, wem, worum und womit auch immer sie wollen. Mir ist das schnuppe. Ich werde das euch jetzt in Euch ändern, um weiteren verwechslungen vorzubeugen, da man den Pluralis Majestatis wohl immer groß schreiben sollte.

  7. Keker Vozeleck sabbelt:

    Ich will mal folgendes dazu kundtun:
    Wem’s nicht passt der kann mir gerne den Schritt shampoonieren!

  8. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Was ich dazu noch anmerken will: Schon wieder ist Herr Suck die Person, die das Niveau des Blogs durch unangebrachte Äußerungen ins unterirdische Absacken läßt. Fast möchte man meinen, er will die Autoren- und Leserschaft hier auf diesem Weben-Logbuch sabotieren und entzweien.

  9. Ben Dover sabbelt:

    Herr Möshammer, über die etwas flapsige Anrede Ihrerseits mag ich gerne hinwegsehen, jedoch nicht über die böswillige Unterstellung, Ihre Kollegen der schreibenden Zunft wüssten nicht über die korrekte Nomenklatur alpiner Sportereignisse Bescheid! Dies ist nachgerade ein Affront, über den ich mich höchst echauffiert habe!

  10. Dick R. Suck sabbelt:

    Sehr geehrter Herr Möshammer,
    nachdem nun etwas sprichtwörtliches Gras über die Sache gewachsen ist, sehe ich mich in der Lage, die Ereignisse als abgeschlossen anzusehen und keinen weiteren Groll zu hegen.
    Ich denke, wir können den Vorfall der gestrigen Mondphase zuschreiben.

  11. Drago sabbelt:

    Werte Herren, wieder einmal muss ich Sie bitten sich zu mäßigen.

    So wie der werte Herr Möshammer mit seinem pikanten Hinweis auf den landläufigen Fehler mit der “Olympiade” recht behält… und so wie sich der werte Herr Suck zunächst auch für diese Richtigstellung angemessen bedankt und gewürdigt hat… so wie ich jetzt auch…. bevor er wiederum mit dem Hinweis auf den Pluralis Majestatis _auch_ recht behält…

    So muss ich aber mit bedauern feststellen, das niemanden die äußerst diskussionswürdige und meines Erachtens nach unsäglich “eingedeutschte” Schreibweise des Fremdwortes “Fauxpas” aufgefallen ist… dies wohl tatsächlich der Mondphase zu zuschreiben ist… wo wiederum erneut, dann ansich, der werte Herr Suck ein weiteres mal einen (meiner bescheidenen Meinung nach) äußerst trefflichen Vergleich aufgestellt hat.

    Werte Herren, ich kann Ihnen versichern das unsere französischen Mitbürger der europäischen Union _niemals_ in ihrer gesamten Geschichte… Fauxpas geschrieben haben, sondern immer getrennt und klein —> faux pas! Dies ist die originale korrekte Schreibweise.

    Ein unlöblicher Mitbürger des Proletariats könnte sich hier leicht mit der Argumentationskette echauffieren “Du, das könnte schon stimmen, weil schon damals haben sich die Franzmänner vor unseren Strandhaubitzen ganz klein gemacht und sind auseinander gelaufen”…
    Das dies äußerst verwerflich und gegen jede Etikette, insbesondere dem Bouquet dieser Informations-Publikation nicht gerecht wird, darüber dürften sicherlich alle Authoren hier einer Meinung sein.

    Ich muss hier aber auch zu bedenken geben, das aus dem gleichen Proletariat die unangemessen übermäßige Verwendung von zb. Anglizismus betrieben wird. So das sich die Authoren-Riege hier meines Erachtens nach die Frage stellen muss, ob man dem landläufig eingedeutschte “das Fauxpas” nachgeben sollte… oder aber bei Verwendung dieser durchaus löblichen Fremdwörter sich strikt an das Original hält, um als Vorbild zu fungieren bzw. Wissen und Kultur zu vermitteln, an die durchaus nicht unbedeutende oder geringe Anzahl der Leserschaft, die sich aus eben jenem Proletariat zusammen stellt.

    Ich möchte Sie daher bitte, werte Herren, hier einmal kurz nach innen zu kehren und mir Ihre Meinung über meinen aufgeworfenen Hinweis kund zu tun. Vielen Dank.

    Hochachtungsvoll zum Gruße und faveur de
    Drago MacKayb – CEO Metalvotze Weltgruppe

  12. Mr Gaylord sabbelt:

    Kann einer der bejubelten Textschöpfer die Totenstille dieses Blogs kompensieren? Vielleicht sollten die Herren einmal darüber nachdenken die Redaktion personell etwas aufzustocken, damit dies zu einer gewissen Periodizität führt. Über eine entsprechende Reaktion auf meine Bewerbung würde ich mich sehr freuen.

  13. Keker Vozeleck sabbelt:

    Ich persönlich wäre mehr als angetan den werten Mr Gaylord im Kreise der hiesigen Redaktion begrüßen zu dürfen!

  14. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Herr Gaylord, ich weiß garnicht, waß sie haben. Ist doch der letzte Qualitäts-Eintrag von mir erst 3 Tage her. Irgendwie kommen sie mir so vor, als ob sie und andere ums verrecken hier gute Beiträge lesen wollen, aber selber nicht durch trackbackwürdige Kommentare zum allgemeinen Blog-Leben hier beitrgen wollen. Irgendwie scheint auch hier die Geiz-Ist-Geil-Mentalität durchzuscheinen. Das finde ich nicht besonders erbaulich und motivierend für die Autoren.

    Denken sie mal drüber nach!

  15. Mr Gaylord sabbelt:

    Vielen herzlichen Dank Herr Vozeleck!
    Moser-Möshi muss wieder mosern, charakteristisch! Herr Möshammer, ich möchte behutsam hervorheben , dass drei Tage (Zahlen bis zwölf werden stets ausgeschrieben!) seit dem letzten Qualitäts-Beitrag sehr viel eher als Geiz-Ist-Geil-Mentalität anzusehen sind, als eine entbehrliche Trackbackfunktion meinerseits. Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass das Verb „beitragen“ tatsächlich mit einem „a“ geschrieben wird, und man jenes – auch mit Rücksicht auf individuelle Schreibstile – nicht weglassen darf. Ich argwöhne, Herr Möshammer, dass Ihre gemeine Antwort bloß ein Test war, welchen ich nun aussichtsreich bestanden habe.

  16. Dick R. Suck sabbelt:

    Ich möchte ebenfalls anmerken, daß ich einer Aufnahme des Herrn Gaylord in den erhabenen Kreise der Autorenschaft nicht abgeneigt bin.
    Ich befürchte allerdings, daß dieses Vorhaben momentan an fehlender Präsenz des Verwalters dieser Publikation scheitern wird. Oder wurde ein stellvertretender Verwalter eingerichtet, der diese Funktion vorübergehend wahrnimmt?

  17. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Herr Suck, es gibt durchaus mehrere Personen hier unter den Autoren, die neue Autoren aufnehmen coennen. Ich würde dem aber erst nach eingehender Überprüfung der Person zustimmen, hier in Kommentaren eine große Lippe führen, reicht nicht ganz, um sich als Autor zu qualifiziernen

  18. Keker Vozeleck sabbelt:

    Um ehrlich zu sein würde ich sogar soweit gehen, Mr Gaylord gegen Herrn Möshammer einzutauschen!

  19. Mac Rebstock sabbelt:

    Ich wäre ebenfalls erfreut, wenn Herr Gaylord Ihrer Publikation neuen Schwung einhauchen würde. Als elektronisches Qualifikationspergament sei seine – wenn auch recht übersichtliche – Netzseite (exzellenteloquent.blogspot.com) genannt.

    Trotz der Tatsache, dass die besagte Person keinen engeren Bezug zu einer gewissen Demo(nstrations)szene – welcher hiererorts bei sämtlichen Redakteuren anzunehmen ist – hat, sollte sein markant ambitionöser Schreibstil genug über eine erfolgreiche Eingliederung und die damit verbundene Niveaustabilisierung dieser publiken Online-Gazette, aussagen.

    Abschließend abermals die Worte des Herrn Möshammers: “Denken sie mal drüber nach!”

  20. Der Superhotte sabbelt:

    Werte Herren, so regen Sie sich doch bitte ab. Inzwischen hat die Olympiade begonnen und damit ist jetzt auch die Zeit gecommen, eigene Fehler zu suchen. Herr Möshammer, wird gar nicht nun getrennt oder gar nicht zusammen geschrieben? Herr Gaylord, was ist Ihnen über den Plenk becannt?

Etwas sinnvolles Beitragen