Weichware Automatisierter Mund

Von Dick R. Suck

Sehr geehrte Leserschaft,
ich möchte Ihnen nun kurz von einer Sache berichten, die mich seit geraumer Zeit beschäftigt. Es handelt sich hierbei um eine Sprachsynthesesoftware namhaften Herstellers aus alten Tagen.
Mit dieser Software und einem geeigneten BASIC-Programm war es mir nun erstmals möglich, das Schlagwort des diesjährigen Multimediakongresses, “Saufen” auf mannigfaltige Weise akustisch umzusetzen, vermutlich sehr zur Freude der Personen in meiner mehr oder weniger direkten Nachbarschaft.

Autismuspunkte:

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9 gehaltvolle Beiträge zu “Weichware Automatisierter Mund”

  1. Ben Dover sabbelt:

    Werter Herr Suck,
    ich möchte Ihnen zur Wahl Ihres bevorzugten Sprachsyntheseprogramms gratulieren. Bereits in den frühen 80er Jahren verbrachte ich so manch vergnügliche Stunde im Freundeskreis mit dem automatischen Softwaremund, den wir allerlei Unsinn plappern liessen, während wir begeistert mit den mannigfaltigen Parametern experimentierten.
    Daß ich beim Lesen des von Ihnen verknüpften Querverweises erfahren durfte, daß der namhafte Hersteller dieser Applikation noch immer im Geschäft ist, erfüllte mich nachgerade mit großer Freude.

  2. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Bezugnehmend zu dem von ihnen erwähnten Wort “nachgerade”, Herr Dover, frage ich mich just in diesem Moment, ob vorgerade oder nachkrumm die entsprechende gegenteilige Bedeutung im Deutschen innehat.

  3. Ben Dover sabbelt:

    Werter Herr Möshammer,
    die von Ihnen genannten Worte scheinen nicht zu existieren, wie der Blick in ein namhaftes Nachschlagewerk der Deutschen Orthographie offenbart. Das schöne, leider in der heutigen Umgangsprache (und insbesondere in dieser entsetzlichen Jugendsprache) kaum noch gebräuchliche Wörtchen “nachgerade” habe ich jedoch ganz besonders in mein Herz geschlossen, seit ich es erstmals in einer Übersetzung der unsterblichen Frau Dr. Erika Fuchs erspäht habe. Der Kenner spricht hier auch vom sogenannten “Erikativ”. Gerne bin ich bereit, Ihnen tiefergehendes Material zu diesem Thema zukommen zu lassen, allerdings müsste ich darauf bestehen, daß Sie sich zuvor dem Dr.-Dulle-Test unterziehen.

  4. Benni Schart sabbelt:

    Die grundsätzliche Frage lautet doch: Wo sind die Ergebnisse der Bemühungen des Herrn Suck zu bewundern? Eine Audiodatei oder wenigstens eine Phonemfolge (Profis nutzen hierfür den mit ]sam aktiverbaren Sam-Modus) erscheint angebracht um den Leser nicht vor unnötige Fragen zu stellen!

  5. Benni Schart sabbelt:

    Sehr geehrter Herr Dover,
    in den Leistungen und Vermächtnissen der von ihnen angeblich so geschätzten Frau Dr. Erika Fuchs scheinen sie entgegen ihren Behauptungen nicht besonders bewandert zu sein. Die Wortklasse des Erikativs umfasst keinesfalls all die bunten Wörter, die Frau Dr. Fuchs in die lustigen Geschichten aus Entenhausen einfließen ließ, es handelt sich hierbei vielmehr um eine klar definierte Wortart, und zwar die onomatopoetische Schreibweise lautloser Verben wie “grübel” “freu” “staun” “wunder” und ähnlichem, welche momentan im Internet-Jargon, insbesondere im direkten Elektronikplausch einen zweiten Frühling erleben.

    Dieses Faktum ist übrigens in dem von ihnen verknüpften Wikipädie-Eintrag nachzulesen!…

  6. Ben Dover sabbelt:

    Werter Herr Schart,
    selbstredend haben Sie Recht, wenn Sie als Beispiel für den klassischen Erikativ “gübel” und “staun” anführen. Führende Experten sind sich jedoch nicht sicher, wie Fuchs’sche Wortschöpfungen (beispielsweise das beliebte Entenhausener Erfrischungsgetränk “Blubberlutsch”) oder eben im gängigen Sprachgebrauch unübliche Worte (“nachgerade”) zu klassifizieren sind.
    Um den gemeinen Leser unserer Publikation nicht zu überfordern habe ich auf den durchaus gängigen Begriff des Erikativs zurückgegriffen, zumal dieser auch häufig in wissenschaftlich wenig ernstzunehmenden Werken als Synonym für Textkreationen von Dr. Erika Fuchs verwendet wird.
    Richtigerweise hätte ich wohl von einem Fuchsizismus sprechen sollen.

  7. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Werte Herren, wir sollten trotzdem mal darüber nachdenken, ob es eine gegenteilige Form von nachgerade im deutschen zu geben hat, und wie diese lauten könnte. Das Ergebnis unserer Bemühungen könnten wir ja dann dem Institut für deutsche Sprache einreichen, und um die Aufnahme in den Duden bitten.

  8. Dick R. Suck sabbelt:

    Sehr geehrter Herr Schart,
    werte versammelte Herrschaften,
    ich bitte, die Verzögerung in der Bearbeitung dieser konkreten Anfrage zu entschuldigen, ich hatte meine Gründe.
    Nun, sei es wie es ist, ich cann Ihnen nun eine Untenbeladungs-Heißverknüpfung anbieten, unter der sie das gloriose Machwerk in seiner natürlichen Umgebung bestaunen cönnen.
    Auch möchte ich Ihnen nicht die Phonemfolge vorenthalten, mit dem mir dieses Meisterwerk geglückt ist:
    “ZAW1FUN8”
    Durch geschickte Parametrierung lässt sich damit folgendes Meisterwerk erzeugen:
    Saufen
    Haben Sie vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

  9. Der Superhotte sabbelt:

    Sehr geehrter Herr Suck,
    ich beglückwünsche Sie zu diesem Meisterwerk. Ich bin gerührt (aber nicht geschüttelt) ob dieser Kreativität.
    Es grüßt Sie Ihr Horst

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