Toilettenpapier [Update]

Von Rudolph Möshammer

Hochwohlgeborener Leser, hochwohlgeborene Leserin,

heute möchte ich etwas zur Diskussion stellen, was auch in einer einschlägigen ePost-Massenverteilungs-Liste ab und an behandelt wurde, jedoch zwangsweise einer genaueren Erörterung und endgültigen Klärung bedarf:

 
Warum vierlagiges Toilettenpapier verwenden, wenn man zweilagiges auch doppelt nehmen kann?

 

Sie sehen, der Sachverhalt ist keineswegs trivial und kann weder auf die leichte Schulter genommen noch mit einem Satz beantwortet werden.

[Update]

Um weiteren Verwechslungsgefahren aus dem Wege zu gehen, sehe ich mich gezwungen, durch den Kommentar von Horst, das Zitat noch etwas umzuformulieren, und die eigentliche Kern-Aussage auf den Punkt zu bringen. Die vorherige Revision bleibt natürlich bestehen, das gehört sich so bei führenden allumfassenden Dokumentationsmedien.

 
Warum vierlagiges Toilettenpapier verwenden, wenn man zweilagiges falten kann, um so ebenfalls Vierlagiges zu erhalten?

 

Autismuspunkte:

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14 gehaltvolle Beiträge zu “Toilettenpapier [Update]”

  1. Der Superhotte sabbelt:

    Erhabener Herr Möshammer,

    die Vorteile sind zwar sicher nicht von der Hand zu weisen, doch gibt es auch einen gravierenden Nachteil. Ich bin direkt erschrocken, dass Sie, werter Herr Möshammer, ihn nicht sofort anführten, ist er doch für diese Diskussion gar der Entzug der Existenzgrundlage.

    Bevor ich mich damit eingehend befassen werde, definiere ich noch einmal kurz den Gegenstand der Diskussion, ich verwende hierzu die allseits anercannte und vom Wissenschaftsmagazin “Nature” (die höchste wissenschaftliche Instanz, wenn es um Relevanz geht) als förderwürdig akreditierte Wikinpædia:
    Das Toilettenpapier (auch Klopapier, WC-Papier) ist ein zur einmaligen Verwendung gedachtes Papier zur Reinigung der Ausscheidungsorgane nach dem Stuhlgang oder nach dem Harnlassen.

    Es ist schlicht, ich cann es nicht anders sagen, ein Frevel wenn Ihr Gesprächspartner Ihnen ernstlich vorschlagen möchte, dass Sie Toilettenpapier doppelt benutzen sollen. In unserer aufgeklärten Gesellschaft sollte man doch so viel Geld aufbringen cönnen, um nicht am falschen Ende sparen zu müssen.

    Hochachtungsvoll
    Ihr Horst Hützel

  2. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Horst,

    ich glaube, du hast das irgendwie falsch verstanden. Dir zuliebe werde ich das Zitat nochmals korrigieren und umformatieren. Ich meinte es eher in der Art und Weise wie:
    “Zweilagiges Toilettenpapier falten, um so vierlagiges zu gewinnen”

    Danke dennoch für deinen eklatanten Hinweis, ich werde sofort versuchen, das Missverständnis auszuräumen.

  3. Ben Dover sabbelt:

    Werter Herr Möshammer,
    eine Antwort auf diese auf den ersten Blick doch sehr trivial erscheinende Problematik zu finden, ist in der Tat durchaus komplex. Subjektiv kann man mit Fug und Recht behaupten, daß gefaltetes, zweilagiges Tissuepapier dem hochwertigen Vierlagigem eines namhaften Herstellers in nichts nachsteht. In der Praxis jedoch hat sich das Hygieneprodukt mit der höheren Lagenanzahl bewährt. Ich denke, dies hängt damit zusammen, daß die einzelnen Papierschichten des mehrlagigen Produkts eine höhere Haftreibung untereinander aufweisen, schon bedingt durch ihre Tiefdruck-Prägung. Bei gefaltetem Papier hingegen tendieren die einzelnen Blätter dazu, sich horizontal zu verschieben, wodurch eine optimale Reinigungsleistung nicht mehr gewährleistet ist.
    In aller Freundschaft möchte ich Sie doch dazu ermutigen, den goldenen Mittelweg zu gehen und zu dreilagigem Papier zu greifen, auf diese Weise sind sie stets auf der sicheren Seite.

  4. Armin S. sabbelt:

    Zu den Ausführungen des Herrn Dover sollte man noch anfügen, dass bei gefaltetem zweilagigem WC-Papier und der draus resultierenden Verschiebung der Lagen untereinander ein hohes Sicherheitsrisiko einhergeht. Soll heissen, dass zwischen wischender Hand und dem braunen Stern sich plötzlich kein Papier mehr befinden kann und dieses Misgeschick zum braunen Daumen führt. Daher kann ich mich nur noch einmal wiederholen, in jedem Fall zu 4-lagigem Klopapier mit Tiefenprägung zu greifen, wie es zumeist nur von namhaften Hersteller angeboten wird (da sie bereits über die dazu nötigen ausgereiften produktionsverfahren verfügen). Nicht umsonst wird auf solchen hochwertigen Produkten auch oftmals mit Parolen wie: “Jetzt mit 50% mehr Sicherheit!” geworben. Zu Recht, meine Damen und Herren, zu Recht!

    Es bedankt sich für ihr Gehör,

    Armin S.

  5. Dick R. Suck sabbelt:

    Sehr geehrte Herren,
    ich cann Ihre Empfehlungen nur aus ganzem Herzen unterstreichen. So steht an der Stätte meiner Arbeit leider auch nur minderwertiges 2-lagiges Papier zur Verfügung, was in der Vergangenheit mitunter schon zu Ausrutschern führte.
    Zum Glück ließ sich das Problem jedesmal mit einer (obligatorischen) Handwaschung relativ leicht wieder in den Griff kriegen.
    Nicht nur deshalb setze ich im trauten Heim auch nur 4-lagiges Premiumpapier eines führenden Zellstoffartikelherstellers ein.

  6. Der Superhotte sabbelt:

    Werte Herren, nachdem sich Herr Möshammer konkretisierte und Herr S. meinen nächsten Einwand schon vorwegnahm, möchte ich sie noch auf ein anderes Problem hinweisen. Normalerweise reden wir hier immer über redliche bzw. anständige Firmen mit Qualitätsprodukten, doch heute muß ich einmal auf eine Canadische Firma hinweisen, die weder redlich noch anständig ist. Es handelt sich um einen Concern mit einem – wir es mir scheint – Weibernamen, allein das ist schon Grund genug um ihn von der Herrentoilette zu verbannen. Doch lesen sie selbst: 90 Jahre für’n Arsch.

  7. Armin S. sabbelt:

    Passend hierzu möchte ich noch einen Abschnitt aus einer heute erhaltenen elektronisch erfolgten Postzustellung paraphrasieren:

    Zitat Anfang

    Betreff: SCHNÄPPCHEN: Palette Kopierpapier nur 448,- EUR!
    Sehr geehrter Herr S.,
    herzlich willkommen zum aktuellen *meep-namhafter-Internethändler*-Newsletter. Nur noch 23 Tage bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 – Der Countdown läuft, die Spannung steigt! Auch *meep* fiebert der WM im eigenen Land schon entgegen und auch heute sind unsere Newsletter-Angebote wieder eine runde Sache. Bleiben Sie auf Ballhöhe mit dem Aktenvernichter SB85C und sichern Sie sich Ihren Fußball-Grill GRATIS dazu! Also dann, Anpfiff für die *meep*-Angebote der Woche! Viel Spaß beim Einkauf wünscht Ihr *meep*-Team

    ———————————————————————–

    Palette Kopierpapier A4

    FM-379-KOPANA480HT

    [b]nur 448,00 EUR netto[/b]
    [b]nur 519,68 EUR brutto[/b]

    Nur solange Vorrat reicht!

    Zitat Ende.

    Ich finde da sollte man in die vollen greifen und einfach mal für das gesamte Jahr vorsorgen, bevor es nächstes Jahr zur angedrohten Mehrwertsteuererhöhung kommt. Schön auch, wie die ins Hause stehende Weltmeisterschaft es vermag, selbst den Umsatz von Toilettenpapier zu steigern. Vielleicht, um mit der Unmenge an angebotener Scheisse den Kampf anzusagen. Tabula rasa, zwischen den Backen.

  8. Dick R. Suck sabbelt:

    Sehr geehrter Herr S.,
    ich muß mich wundern ob Ihrer seltsam anmutenden Äusserungen. Bitte beachten Sie, daß die von Ihnen zitierte elektronische Postwurfsendung keinesfalls für Toillettenpapier, sondern für Kopierpapier wirbt.
    Ich persönlich möchte selbiges, meist mit 80gr./qm angegebene und gebleichte Papier nicht verwenden müssen, um mir den Allerwertesten zu säubern, auch wenn die darauf abgedruckten Texte und Bildbotschaften oftmals genug Anlass dazu geben würden.

  9. Armin S. sabbelt:

    Huch, ich würde sagen, da unterlief mir doch tatsächlich ein freudscher Verleser :-) Ich möchte mich aufrichtigst für meien Unterstellungen entschuldigen. Pardauz.

  10. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Meine Herren, die Frage, was man denn mit einer ganzen Palette, sei es holzfreies Papier oder zweilagiges Toilettenpapier, anstellen soll, stellt sich weiterhin, da sich mir der Sinn, auch nach mehrmaligem darübernachdenken, nicht erschließt, so verfügen ja die wenigsten über entsprechende Lagerkapazitäten, vielleicht könnte man ja versuchen, das in der Fußgäggnerzone günstig an den Mann zu bringen, wobei ich mir da auch wenig Chancen ausrechne, und entsprechende Gewinnmargen wohl gering ausfallen werden.

  11. Der Superhotte sabbelt:

    Werter Herr Möshammer, denken Sie doch einmal positiv, Kopierpapier wird bei ordnungsgemäßer Lagerung nicht so schnell schlecht. Es eine halbe Ewigkeit, so daß man bei einem guten Vorrat immer welches zur Hand hat. Außerdem prophezeihe ich ihnen, daß Papier in den nächsten Jahren teurer wird, wird es doch aus Holz hergestellt, welches aufgrund von steigenden Energiepreisen zukünftig wieder als Energielieferant und günstiger Alternativbaustoff verstärkt nachgefragt werden wird. Außerdem müssen die Rinder, die den Regenwald bedrohen und uns das gute Sägemehlschnitzel bescheren, auch irgendwo weiden.

  12. Der Superhotte sabbelt:

    Meine Herren, bei all dem Gerede über günstiges Toilettenpapier vergaß ich doch glatt, neues zu kaufen. Beinahe hätte dies heute Morgen zu einem Problem geführt, ich hatte aber noch einmal Glück im Unglück und es reichte gerade noch aus. Daher mein Rat: Augen auf beim nächsten Einkauf!

  13. verschdl der pöse sabbelt:

    Ich hab jetzt Ihre Kommentare nicht gelesen, die sind warscheinlich eh nicht den Speicherplatz wert.

    Was ihr mit eurem Spruch ausdrücken wollt ist sowas wie:

    “Warum ne Maß trinken, wenn man auch 2 0.5er Biers trinken cann?”

    Sie sehen also, wehrte Herrschaften, das meine ausgeführten Studien einfach beweisen, das nunmal 4 lagiges Toilettenpapier sich deutlisch unterscheidet!

    Allein das Griffgefühl, und hier kann ich auf auch auf die 0.5l und Maß Problematik hinweisen, ist ein wesentlich anderes!

    Da Sie ja alle sehr gebildet sind, brauch ich dieses ja nicht weiter ausführen.

  14. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Herr Verschdl, ich cann ihnen an dieser Stelle nur mitteilen, daß ich es vorziehe, zwei Halbe Bier zu je 0,5 L zu trinken, denn eine Maß. Sie müssen einfach mal die Bier-Erwärmung miteinbeziehen: Biss sie im normalerweise eine Maß getrunken haben, hat die sich deutlich erwärmt, und wird lack. Dagegen cann der illustre Halbe-Trinker sich eine neue halbe holen, während sie schon die Erwärmung der Maß feststellen, zwischendurch noch auf die Toilette gehen, und hat im Endeffekt mehr vom Bier.

    Ausserdem finde ich, daß dies ein sehr unpassender Vergeleich ist, wollen sie nicht als nächstes noch einen Häuser- oder Auto-Vergleich anbringen?

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