Sinkender Lebensstandard

Von Ben Dover

Heute morgen, während der Vorbereitungsphase meines leichten Frühstücks, saß ich ein wenig nachdenklich vor meiner Kaffeemaschine und bin ins Grübeln geraten. Wie viele andere Menschen bin ja auch ich dem nach dem Bentz’schen Verfahren gebrühten schwarzen Bohnentrunk verfallen, und entsprechend hoch ist mein Verschleiß an Kaffeemaschinen, da trotz ordnungsgemäßen Dekalzifizierungsintervallen meist nach einem Jahr der gefürchtete Kalkinfarkt auftritt. Aus persönlichen Gründen kann ich jedoch nicht einfach in einen Elektrodiscountmarkt gehen und mir irgendein billiges Schnäppchen kaufen – ich benötige eine bestimmte Kaffeemaschine, da andere Geräte das von mir vorausgesetzte Aroma einfach nicht gewährleisten können.
Bei dem von mir präferierten Gerät handelt es sich übrigens um einen Design-Klassiker, der seit nahezu 40 Jahren optisch unverändert von seinem namhaften deutschen Hersteller gefertigt wird. Im Laufe der Jahre wurden jedoch zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen und Komfortfunktionen hinzugefügt, wie beispielsweise ein Aromaschutzdeckel für die Kanne, eine Sperre für den praktischen Schwenkfilter und sogar eine leichter abzulesende Füllstandsanzeige. In den letzen Jahren ist mir jedoch unangenehm aufgefallen, daß diese Veränderungen, offenbar aus Kostengründen, nach und nach wieder weggelassen werden.

Während ich also so dasaß, und mir bereits erste Gedanken wegen der erhöhten Wasserdampfentwicklung und verlangsamten Brühgeschwindigkeit machte, traf es mich wie ein Blitz! Was, wenn ich mir in einem Monat ein technisch inferiores Gerät kaufen muß? Ich bin verzweifelt.

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3 gehaltvolle Beiträge zu “Sinkender Lebensstandard”

  1. Rudolph Möshammer sabbelt:

    Versuchen sie, das vom Kalk beschädigte Teil, also quasi die Heiz-Spirale(??? wen man das so nennen cann) über den Ersatzteilservice vom Elektrofachhändler ihres Vertrauens zu besziehen. Auch kannen und andere, dem Verschleiß unterliegende Teile lassen sich so wieder beschaffen. Sie sehen, die brauchen deshalb keineswegs ihr Top-Modell durch ein gerinfügig verarbeitetes Nachfolgemodell ersetzen.

  2. Keker Vozeleck sabbelt:

    Optionale Lösung die allerdings etwas Arbeit als auch (etwas) Geld verschlingt: Kaufen sie doch bei einem Lebensmitteldiscounter das Wasser!
    Dieses ist nahezu kalkfrei und wohlschmeckend! (Daran denken: Wasser ohne Kohlensäurezusatz kaufen!)

  3. Dick R. Suck sabbelt:

    Sehr geehrter Herr Vozeleck,
    ich möchte hier noch anfügen, daß bei der Wahl des zu erwerbenden Mineral- respektive Tafelwassers besonderes Augenmerk auf dessen mineralische Zusammensetzung legen sollten. Nicht nur, daß einige Wässer deutlich höhere Anteile der weniger gesunden Bestandteile enthalten, nein, auch kann der Calciumanteil sehr hoch sein, was dann in Konsequenz wiederum zu einem Verkalken der Heißgetränkbrühautomatik führen würde.

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