Familienfeier

Von Keker Vozeleck

Die Problematik der altbekannten und vielgefuerchteten Familienfeier sollte ja nun jedem Menschen vertraut sein: Leute treffen die man schon lange (nicht) wieder sehen wollte, belanglose Dinge des Alltags verklamuesern, Babys herumreichen (“Ach wie suess die Kleine kuckt! Ach macht sie auch noch tolles Baeuerchen! Oh, und wie suess das Erbrochene aus ihrem kleinen Muendchen herausquillt!” u.ae.) und sich selber loben. Ganz so schlimm war es beim Autor dieses Wochenende nun Gottseidank nicht, dafuer wurde aber der Verkoestigungsdurchsatz zu spektakulaeren Rekordwerten hochgeschraubt und es ward moeglich 12 Stunden pro Tag ununterbrochen Essen zu koennen (muessen?) ohne je den Tisch (und damit den wohlig vorgewaermten Sitzplatz) zu verlassen. Was dem Vernehmen nach einer Win/Win Situation klingt, musste dann aber gestern und heute in harter Arbeit auf dem Porzellanthron wieder der Natur zurueckgegeben werden. Ein wahrhaft strapazioeses Unterfangen!

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4 gehaltvolle Beiträge zu “Familienfeier”

  1. Thronprinz sabbelt:

    Sehr geehrter Herr Vozeleck, Ihre abschließende Bemerkung lässt erahnen, dass die Scheißhauskompetenz bei Ihnen bislang noch zu wünschen übrig lässt. Der Mann von Welt nimmt schon lange eine wohldosierte Menge Eisentabletten, die nicht nur dem Stuhl eine angenehme Tönung geben, sondern auch – trotz gegenteiliger Aussagen in der Packungsbeilage – eine Verdünnung des Stuhles herbeiführen. Mit zwei dieser Freudenspender am Tag wird der Stuhl angenehm cremig und der Stuhlgang zur wahren Freude, an die man sich auch in öffentlichen Verkehrsmitteln gern erinnert, wenn der Sitznachbar mal wieder müffelt.

    Doch Vorsicht: Bei Überdosierung kippt die Wirkung ganz schnell ins Reich des Bösen und man ist häufiger zu Gast auf dem Throne als Kai Diekmann im päpstlichen Dome.

  2. Keker Vozeleck sabbelt:

    In der Tat sind Sie, werter Thronprinz, einem kleinen Irrtum aufgesessen! Es drehte sich beim geschilderten, strapazioesen Unterfangen weniger um die Konsistenz als vielmehr um die schiere Menge des Stuhls!
    Zumal bekannt sein sollte das nach mehrmaligem Abstuhlen das Ablassventil (anus praeter, rosette) zum gelegentlichen Ziepen oder gar Brennen neigt, alsbald der Durchsatz pro Tag zu hoch wird!

    Dennoch herzlichsten Dank fuer die wohlgemeinten Tipps!

  3. Armin S. sabbelt:

    Wenn Sie, werter Herr Vozeleck einen Anus Praeter besitzen, ist abstuhlen doch in jeder Lebenslage ein leichtes Unterfangen. Ihnen ist klar, dass sie hierbei von einem Stoma, also einem künstlichen Darmausgang sprechen?

    Herzlichst, Ihr

    Armin S.

  4. Keker Vozeleck sabbelt:

    nun besitze ich selbst kein stoma, wollte damit aber ebensolche minderheiten nicht benachteiligen. wobei ich ihnen aber dennoch retrospektiv betrachtet recht geben muss, das ebensolche minderheiten mitnichten mit den problemen des ziepen oder brennen zu kaempfen haben!

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