Pimmel Pimmel Pimmel

Von Rudolph Möshammer

Das Tor der Welt ist nun eröffnet
Man weiß auch nicht woher man’s weiß
Man sieht den Rauch an brennend Hängen
Und hängend Männer versperren die Sicht
Man weiß nicht warum man sich ändern muss
Aber ändern muss man sich

Angespült an Strand und Straße
Abgebrüht und liederlich
Kann man nur noch Brücken sehen
Wo doch vorher Menschen standen
Lebensraum ist postmodern
Durchgestylt und abmontiert
Will man hier etwas erreichen
Muss man sich halt verlustieren

Brückengänger sind gefangen
Wissen nicht wohin, woher
Können nur noch Witze fressen
Werden heimlich still zersetzt
Von
Rabiaten Polizisten
geisteskranken Naturellen
Plastikfarben
Neonbäumen
“Sind wir immer noch Per-Sie?”
Lächerlich und fein pikiert
Auf kleiner Flamme vorgekocht
Mit vorgestanzten Einstiegslöchern
Hosenkrämpfe
Bis zum Ende
Hohlkreuztango aufs Schafott

Doch

Im Bauch des Wales ist man sicher!
Man wird verdaut, doch ist gesund
Man muss nur lernen auszuruhen
Und vorsichtig
Die Schritte tun
Und irgendwann kann man dann laufen
Auf der Würstchenbrötchenwelt
Das Leben ist ein langes Tölpeln:
Doch ganz schön, halt abbestellt

Ich sage mir
Und wohl auch Ihnen
Das Leiden ist
Hauptsächlich
Training

Autor: Unbekannt, in Augsburg an einer Straßenbahnhaltestelle angeklebt gefunden

Autismuspunkte:

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4 gehaltvolle Beiträge zu “Pimmel Pimmel Pimmel”

  1. Ford Prefect sabbelt:

    Schön, dass endlich jemand mein Gedicht gefunden hat!

  2. Kotwürst de lüx sabbelt:

    Zum Aufmöbeln des Pagerankings schlage ich vor, weitere eng am Thema befindliche Termini wie “Votze”, “Cumshot”, oder “Bizarre anal fisting” in die Artikelüberschrift zu integrieren.

  3. Muschii Supé sabbelt:

    Erinnert irgendwie an die Übersetzung eines Musiktitels aus dem Anglizismus in’s germanische durch Gockel.

  4. Hu sabbelt:

    Schön, dass endlich jemand MEIN Gedicht gefunden hat, werter Herr Prefect…!

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